Das inzwischen abgeschlossene Projekt MehrWertRevier hat Verbraucher:innen dabei unterstützt, Ressourcen zu schonen und sich gemeinsam für einen ökologisch nachhaltigen Konsum einzusetzen.
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Verbraucherzentrale NRW
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Das Rheinische Revier befindet sich im Strukturwandel – die Braunkohle geht, erneuerbare Energien kommen, zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen und die bisherigen Tagebaue werden zu Naherholungsräumen. Ziel ist es, einen umwelt- und klimaverträglichen Entwicklungspfad im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie einzuschlagen. Dafür werden auch die Beiträge der Bürger:innen benötigt.
Das Projekt MehrWertRevier hat Verbraucher:innen dabei unterstützt, Ressourcen zu schonen und sich gemeinsam für einen ökologisch nachhaltigen Konsum einzusetzen. In vier Handlungsfeldern wurden - unter anderem - folgende Maßnahmen umgesetzt:
- Bildung: MehrWertRevier hat Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nachhaltigkeitsorientierte Verbraucherkompetenz vermittelt - zum Beispiel in interaktiven nachhaltigen Stadtrundgängen, bei Workshops zu nachhaltiger Geldanlage sowie in Praxisprojekten mit Nachhaltigkeitsinitiativen.
- Bürgerwissenschaften: In drei Citizen-Science-Projekten konnten Bürger:innen gemeinsam mit Wissenschaftler:innen Fragestellungen rund um Energie, Mobilität und Ernährung erkunden.
- Engagement-Förderung: MehrWertRevier hat Engagierte unterstützt und vernetzt, die sich für einen nachhaltigen Konsum einsetzen. Menschen, die einen Gemeinschaftsgarten oder eine Reparatur-Initiative gründen wollen, erhielten ein Schritt-für-Schritt-Coaching.
- Information und Motivation: MehrWertRevier hat eine Wanderausstellung entwickelt, die Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag vermittelt und zum „Einfach machen!“ inspiriert.
Diese und weitere Maßnahmen wurden im gesamten Gebiet des Rheinischen Reviers umgesetzt. Informationen zu den einzelnen Maßnahmen finden Sie hier.
Kontakt für Fragen zum abgeschlossenen Projekt:
Dr. Jonas Grauel
E-Mail: jonas.grauel@verbraucherzentrale.nrw
Telefon: 0211-91380-1409
Das Projekt wurde gefördert mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMUV) und des Landes NRW.
Förderung
Das Projekt MehrWertRevier wurde gefördert im Rahmen des Programms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa). Hauptfördermittelgeber war das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), ergänzende Mittel stellte die Landesregierung Nordrhein-Westfalen bereit. Mit dem KoMoNa-Programm unterstützt die Bundesrepublik Deutschland Kommunen und weitere Akteure in Strukturwandelregionen bei der Verwirklichung ökologischer Nachhaltigkeitsziele und dem Einstieg in einen langfristig umweltverträglichen Entwicklungspfad im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS).
Ziel des Vorhabens war die Unterstützung von Verbraucher:innen beim ökologisch nachhaltigen Konsum.
- Titel des Vorhabens: „KoMoNa: Modellvorhaben zur bürgernahen Förderung von Wissen & Bildung sowie Engagement & Vernetzung für die Regionale Transformation zu ökologisch nachhaltigem Konsum im Rheinischen Revier (MehrWertRevier)“
- Förderkennzeichen: 67KMN055
- Projektlaufzeit: 1. Januar 2023 bis 31. Januar 2026
Das Rheinische Revier ist das größte Braunkohleabbaugebiet Europas und befindet sich in der sogenannten Kölner Bucht. Es umfasst die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg, die Städteregion Aachen sowie die Stadt Mönchengladbach, den Rhein-Erft-Kreis und den Rhein-Kreis Neuss.
Der Abbau von Braunkohle begann in der Region Ende des 17. Jahrhunderts, als man entdeckte, dass diese Kohle gut brennbar war. In den 1890er Jahren entstanden die ersten Elektrizitätswerke, die die Braunkohle zur Stromerzeugung verwendeten. In allen drei Tagebauen des Rheinischen Reviers, werden insgesamt bis zu 65 Millionen Tonnen Braunkohle jährlich gefördert. Dörfer und Siedlungen mussten den Tagebauen weichen und die Menschen umsiedeln. Mit dem beschlossenen Braunkohleausstieg beginnt ein tiefgreifender Strukturwandel-Prozess. Die drei noch aktiven Großtagebauen Inden, Hambach und Garzweiler werden bis 2030/2033 aufgegeben und bislang von Umsiedlungen bedrohte Dörfer bleiben erhalten. Das Rheinische Revier soll zu einer nachhaltigen Modellregion in Europa entwickelt werden.
Weitere Infos zum Rheinischen Revier:
https://www.umwelt.nrw.de/themen/umwelt/transformative-strukturpolitik/rheinisches-revier